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IG Metall Vorstand
Wilhelm-Leuschner-Straße 79 | 60329 Frankfurt am Main

Sehr geehrter Herr Minister Altmaier,
sehr geehrter Herr Minister Scheuer,
sehr geehrter Herr Minister Dr. Braun,
sehr geehrter Herr Parlamentarischer Staatssekretär Ferlemann,

mit der Ankündigung von Alstom am 17. Februar 2020, die gesamte Zugsparte von Bombardier kaufen zu wollen, ist ein neuer Anlauf für ein multinationales Unternehmen im Schienenfahrzeugsektor initiiert. Parallelen zur 2018 geplanten und 2019 kartellrechtlich gescheiterten Fusion von Siemens und Alstom liegen auf der Hand.

Einerseits kann die Ankündigung Alstoms als neuer Versuch gewertet werden, die sich im Umbruch befindende europäische Bahnindustrie wettbewerbsfähiger vor allem gegenüber den expansiven Unternehmen aus Asien aufzustellen. Andererseits könnte sich eine Übernahme stark negativ auf die Beschäftigten und Standorte von Bombardier und Alstom in Deutschland auswirken...

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BR EXTRA 20. 2. 2020Information des Betriebsrats für die Beschäftigten von Bombardier Mannheim

Es ist doch nur eine Unterschrift. So die Verlautbarung von Arbeitgeberseite, gefolgt von der klaren Botschaft: “Wir sind weiter Bombardier und haben klare Ziele!“

Bombardier sind wir noch, ohne Frage, aber wie?

Geht man heute durch den Standort, so blickt uns an vielen Stellen die nackte Not entgegen. Umstrukturierungen und Verlagerungen ziehen eine Spur des Halbfertigen quer durch viele Geschäftsbereiche. Der Weggang oder die Kündigung vieler Kolleginnen und Kollegen, die Preisgabe oder Verlagerung vieler Mandate und wichtiger Entwicklungsaufgaben. Alles begonnen, nichts richtig zu Ende gebracht. Gegen Gesetze und Verträge verstoßen, den Betriebsrat hintergangen. Auch das ist eine Handschrift von Bombardier!

Wird es diese Unterschrift unter eine Absichtserklärung jetzt richten? ...

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Konzern will Betriebsratsvorsitzenden fristlos kündigen

Rund 70 KollegInnen solidarisierten sich am 15. 1. 2020 im Arbeitsgericht Mannheim mit dem Betriebsratsvorsitzenden von Freudenberg & Co., Wolfgang Schmid. Gekommen waren vor allem Beschäftigte von Freudenberg-Betrieben aus Weinheim und Neuenburg aber auch aus anderen Unternehmen. Zudem waren UnterstützerInnen des Komitees „Solidarität gegen BR-Mobbing!“ und des Überbetrieblichen Solidaritätskomitees Rhein-Neckar anwesend.

Solidarität mit Wolfgang Schmid 1   Solidarität mit Wolfgang Schmid 2

Freudenberg will Kollege Schmid fristlos kündigen. Der Grund: Er hat im Juni 2019 gemeinsam mit anderen zum ersten Mal in der Holding-Gesellschaft die Wahl eines Betriebsrats durchgesetzt.

Beeindruckender Informationsabend in den Räumen der IG Metall

Die tödliche Gefahr, von Asbestfasern ausgeht, ist in der Öffentlichkeit weitgehend unbekannt. Am 19. September 2019 fand deshalb im vollbesetzten Konferenzraum der Mannheimer IG Metall ein beeindruckender Informationsabend statt.

Er war von der IG Metall Mannheim (AK Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz) in Kooperation mit der Asbestose Selbsthilfegruppe Baden-Württemberg, Rhein-Neckar-Industriekultur e.V. und dem Überbetrieblichem Solidaritätskomitee Rhein-Neckar organisiert worden.

Die Referenten Wolfgang Alles (ehem. Betriebsrat ABB und Alstom), Dr. Gerhard Bort (Medizinaldirektor, RP Stuttgart) und Klaus Schuhmann (Asbestose Selbsthilfegruppe Baden-Württemberg) näherten sich dem brisanten und hochaktuellen Thema aus verschiedenen Blickwinkeln an.

Asbestveranstaltung P1030333Asbestveranstaltung P1030333Asbestveranstaltung P1030333

Asbestveranstaltung P1030337Asbestveranstaltung P1030337

Tod durch eine Faser

Asbest ist deshalb so lebensgefährlich, weil schon eine einzelne Faser einen Tumor auslösen kann.

2019 10 19 BR MOBBING Betriebsraete im VisierLiebe Kolleginnen und Kollegen,

am Samstag, 19. 10. 2019, findet ab 13:00 Uhr die 6. Konferenz „BR im Visier“ im Mannheimer Gewerkschaftshaus statt. Dazu dürfen wir Euch herzlich einladen.

Im Zentrum unserer diesjährigen Tagung steht die Entwicklung erfolgreicher Strategien zur Stärkung betrieblicher Gegenmacht. Diese bietet die beste Gewähr zur Verhinderung und zur Abwehr von Betriebsrats- und Gewerkschaftsbekämpfung durch die Gegenseite.

Zudem wollen wir uns mit den Möglichkeiten einer noch engeren bundesweiten Vernetzung gegen BR-Mobbing auseinandersetzen.

Vor allem aber wollen wir betroffenen KollegInnen ein nützliches Forum zum solidarischen Erfahrungsaustausch und zur wirksamen Unterstützung anbieten.

Nähere Informationen enthält das im Anhang beigefügte Infoblatt, das Ihr gerne weiter verbreiten könnt.

Bitte beachtet, dass eine Teilnahme aus organisatorischen Gründen nur nach schriftlicher Anmeldung möglich ist.

Wir freuen uns auf Euer Kommen!
Mit solidarischen Grüßen
Wolfgang Alles (für das Komitee „Solidarität gegen BR-Mobbing!“)
 
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Netz: http://gegen-br-mobbing.de/

pdfPDF mit Programm und Anmeldebogen zum Download

Denkmalschutz für ein Monument Mannheimer Industriegeschichte gefordert

Stefanie Kleinsorge (Direktion Port25 – Raum für Gegenwartskunst) konnte am 25. Juli 2019 über vierzig Interessierte zur Eröffnung der sehr empfehlenswerten Ausstellung „Der BBC-Torbau – Architekturfotografie von K.W. Ochs“ begrüßen.

Die von der Mannheimer Stadtgalerie Port25 gemeinsam mit Rhein-Neckar-Industriekultur e.V. und IG Metall Mannheim organisierte und vom Mannheimer Bau- und Architekturarchiv MAB unterstützte Schau ist bis zum 22. September 2019 in der Hafenstraße 25-27 zu sehen (MI - SO, 11- 18 Uhr, freier Eintritt).

Klaus Stein (IG Metall Mannheim) unterstrich in seinem Grußwort die große gesellschaftliche Bedeutung von Kunst und Kultur. Auf den ersten Blick sei deren Verbindung mit der Existenz guter industrieller Arbeit oft nicht zu erkennen. Die Beschäftigung mit einem Bauwerk wie dem BBC-Torbau lasse aber diesen Zusammenhang gut erspüren. Klaus Stein bedankte sich bei den OrganisatorInnen der Veranstaltung und der Initiative Denkmalschutz BBC-Torbau für ihr großes Engagement und sicherte die weitere Unterstützung seiner Gewerkschaft zu.

Barbara Ritter (Rhein-Neckar-Industriekultur e.V.) skizziert fundiert das Wirken von Karl Wilhelm Ochs (1896 - 1988). Als Chefarchitekt bei Brown, Boveri & Cie. hat er mehrere Bauphasen des Mannheimer BBC-Werkes maßgeblich gestaltet und fotografisch dokumentiert.

Seinen historischen Architekturfotografien aus den Jahren 1925 bis 1943 sind aktuelle Aufnahmen des BBC-Torbaus von Annette Schrimpf und Barbara Straube gegenübergestellt. Diese beeindruckenden Vergleiche zeigen, wie sehr das imposante Gebäude sowohl außen als auch innen in einem nahezu ursprünglichen Zustand erhalten ist.

Der BBC-Torbau und seine unmittelbare Umgebung sind zweifelsohne ein Monument überregional bedeutsamer Industriegeschichte, das zudem Schauplatz exemplarischer sozialer Auseinandersetzungen gewesen ist.
Angesichts dieser besonderen „heimatgeschichtlichen Bedeutung“ forderte Barbara Ritter, das Gesamtensemble des ehemaligen Werkszugangs an der Boveristraße unter Denkmalschutz zu stellen und so für die Zukunft zu erhalten.

Das bisher in diesem Zusammenhang erkennbare Verhalten der Denkmalschutzbehörde erscheint eher als kafkaesk denn als demokratisch und transparent. Es wird also noch ein gewisses Maß an öffentlichkeitswirksamer Überzeugungsarbeit vonnöten sein.

BBC K. W. Ochs Ausstellung Foto W. Alles   BBC K. W. Ochs Ausstellung Foto W. Alles   BBC K. W. Ochs Ausstellung Foto W. Alles

 

Architekturfoto von K. W. Ochs, 1940Architekturfotografie von K.W. Ochs

Im Foyer von Port25 – Raum für Gegenwartskunst eröffnen wir eine Ausstellung von historischen Architekturfotografien mit höchst gegenwärtigem Bezug: Es sind Bilder des Torbaus von Brown, Boveri & Cie. (BBC) aus den Jahren 1925 bis 1943, die der damalige Chefarchitekt Karl Wilhelm Ochs anfertigte. Dem gegenübergestellt sind aktuelle Fotografien, die zeigen, dass das imposante Gebäude trotz einiger Kriegsschäden und vieler Besitzerwechsel heute noch sehr gut und fast im ursprünglichen Zustand erhalten ist.

Vernissage am Donnerstag, 25. Juli 2019, 19:00 Uhr
Adresse:
Port25 – Raum für Gegenwartskunst,
Hafenstraße 25 – 27, 68159 Mannheim

Mehr Infos zur Vernissage hier

Ausstellung
26. Juli 2019 bis 22. Sep. 2019
Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag 11-18 Uhr
Adresse:
Port25 – Raum für Gegenwartskunst,
Hafenstraße 25 – 27, 68159 Mannheim

Mehr Infos zur Ausstellung hier

Spannender Filmnachmittag im Mannheimer Cinema Quadrat am 28. 4. 2019

Die Veranstaltung „ABBau Stop! – Solidarität gegen Entlassungen“ warf einen Blick zurück auf die harten Auseinandersetzungen im Käfertaler Kraftwerksbau ab Ende der 1980er Jahre.

Rund 70 BesucherInnen, darunter viele ehemalige KollegInnen von ABB/ALSTOM/GE, waren am 28.04.2019 der Einladung von Cinema Quadrat, IG Metall Mannheim, Rhein-Neckar-Industriekultur e.V. und Überbetrieblichem Solidaritätskomitee Rhein-Neckar gefolgt.

Veranstaltung ABBau Stop im Mannheimer Cinema Quadrat 28.04.2019 Copyright by helmut rooswebDenkmalschutz für BBC-Torbau gefordert

Zunächst skizzierte Barbara Ritter vom Verein Rhein-Neckar-Industriekultur die Bedeutung des ursprünglichen BBC-Werkes. Insbesondere der „Torbau“ müsse unter Denkmalschutz gestellt werden und die einmalige Technik- und Sozialgeschichte auf dem BBC-Areal vor dem Vergessen bewahrt werden. 

„ABBau Stop!“

Wolfgang Alles, ehemaliger Betriebsrat bei ABB Kraftwerke, erinnerte in seinem Vortrag zum Thema „ABBau Stop!“ an viele „Splitter eines 30-jährigen Kriegs gegen Arbeit und Menschenrechte“. Aus seiner Darstellung wurde verständlich, warum und wie sich der lange Kampf um die Arbeitsplätze entwickelt hat.

Die ABB-Führung unter ihrem Boss Percy Barnevik führte die damals neuesten Managementmethoden aus den USA ein. Damit trieb sie die Profitmaximierung in Form der „Diktatur der Zahlen“ gnadenlos voran – und fuhr den Power-Sektor des Konzerns an die Wand.

0011 D146019 ABBau Stop Filmdoku 1997 28.04.2019 Copyright by helmut roosweb.de   0001 D146019 ABBau Stop Filmdoku 1997 28.04.2019 Copyright by helmut roosweb.de

Der Betriebsrat und die zum großen Teil in der IG Metall organisierte Belegschaft haben sich über Jahrzehnte kreativ und durchaus erfolgreich gegen immer neue massive Personalabbaupläne zur Wehr gesetzt. Dies änderte sich auch nicht, als die komplette Energiesparte von ABB an den französischen ALSTOM-Konzern verkauft wurde. Im Gegenteil: Bis heute ist zum Beispiel die legendäre siebentägige Betriebsversammlung im Frühjahr 2005 unvergessen.

Erst nachdem ALSTOM, trotz anderer Alternativen, 2015 unter zwielichtigen Umständen das Unternehmen an den amerikanischen Mischkonzern General Electric (GE) weiterverkaufte, wurde der Widerstand der Belegschaft in Käfertal gebrochen.

1987 hatte der dramatische Kampf um die Arbeits- und Ausbildungsplätze in Käfertal und um den Erhalt des traditionsreichen Standorts begonnen. Zehn Jahre danach, im Jahr 1997, ist von Jan-Christoph Hassel die sehenswerte Dokumentation „Brüder zur Sonne, zur Freiheit“ gedreht worden. ABB-KollegInnen, darunter der viel zu früh verstorbene ehemalige Betriebsratsvorsitzende Dieter Münch, berichten in dem Streifen authentisch über die Bedrohung ihrer Existenz. Die Vorführung dieses berührenden Films rundete die gelungene Veranstaltung sehr gut ab.

Fotos @ Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

 2019 10 19 BR MOBBING Betriebsraete im VisierAm 19. Oktober 2019 findet bereits zum sechsten Mal in Mannheim die bundesweite Konferenz „Betriebsräte im Visier“ statt.

KollegInnen, die von BR-Mobbing betroffen sind, geben uns immer wieder die Rückmeldung, wie wichtig dieser von uns organisierte Erfahrungsaustausch für ihren schwierigen Abwehrkampf ist.

Die TeilnehmerInnen der letzten Tagung am 13. Oktober 2018 haben in ihrer Entschließung festgestellt:

„Mit Verdachtskündigungen, mit Bespitzelung, Zersetzung des beruflichen und privaten Umfeldes sowie der Installierung willfähriger Betriebsräte wird immer häufiger in zahlreichen Unternehmen und Institutionen gegen engagierte Betriebsräte, Personalräte und Mitarbeitervertretungen vorgegangen. [...]

Das sind direkte Angriffe auf demokratisch gewählte Interessenvertretungen von Beschäftigten. Es sind mittelbar aber auch Angriffe gegen gewerk-schaftliche Organisierung am Arbeitsplatz und gegen tarifvertragliche Regelungen.

Es ist ein Skandal, dass in Politik, Justiz und Medien diese fortgesetzte Verletzung von Grund- und Menschenrechten immer noch weitgehend ignoriert wird.

Wir fordern [...] die Einzelgewerkschaften auf:

    • Opfern von BR-Mobbing, unbürokratisch und schnell finanzielle Notlagen-Unterstützung zu gewähren sowie
    • funktionsfähige schnelle gewerkschaftliche Einsatzgruppen zu bilden, die eine umfassende Abwehr von BR-Mobbing unterstützen und gemeinsam mit den KollegInnen vor Ort Widerstand organisieren.“

Im Zentrum unserer diesjährigen Konferenz steht die Entwicklung erfolgreicher Strategien zur Stärkung betrieblicher Gegenmacht. Diese bietet die beste Gewähr zur Verhinderung und zur Abwehr von Betriebsrats- und Gewerkschaftsbekämpfung durch die Gegenseite.

Zudem wollen wir uns mit den Möglichkeiten der weiteren Verbesserung einer bundesweiten Vernetzung gegen BR-Mobbing auseinandersetzen.

Vor allem aber wollen wir allen betroffenen KollegInnen ein nützliches Forum zum solidarischen Erfahrungsaustausch und zur wirksamen Unterstützung anbieten.

pdfPDF mit Programm und Anmeldebogen zum Download

der marktgerechte PatientDienstag, 12. 3. 2019 – 19:30 Uhr

Cinema Quadrat
Collini-Straße 1
68161 Mannheim

Seit der Umstellung der Krankenhausfinanzierung auf sogenannte Fallpauschalen im Jahr 2003 steht für deutsche Kliniken nicht mehr der kranke Mensch, sondern der Erlös aus seiner Behandlung im Vordergrund. Jede diagnostizierbare Krankheit hat einen prinzipiell fixen Preis. Wer mit möglichst geringen Kosten die Patienten abfertigt, macht Gewinn, wer sich auf die Patienten einlässt, macht Verluste. Seit diesem entscheidenden Schritt zur Kommerzialisierung der Krankenhäuser durchforsten Wirtschaftsberater die Abteilungen und prüfen die Vorgänge auf ökonomische Effizienz. Die Frage ist nicht mehr: Was braucht der Kranke? Sondern: Was bringt er uns?

Mit ihrem Film über Ursachen und Folgen der Fallpauschalen liefern Leslie Franke und Herdolor Lorenz Argumente für alle, die sich für eine menschenwürdige und soziale Gesundheitsversorgung für Patienten und Klinikbeschäftigte einsetzen wollen. In Kooperation mit Bündnis Rhein-Neckar für mehr Personal im Gesundheitswesen, DGB Nordbaden, Überbetriebliches Solidaritätskomitee Rhein-Neckar, ver.di Rhein-Neckar.

Mit Einführung und anschließender Filmdiskussion