Liebe Kolleginnen und Kollegen,

am 16. April 2021 wurde der Generalsekretär des HongkongerGewerkschaftsbunds (HKCTU) Lee Cheuk Yan wegen Teilnahme an einer friedlichen Demonstration in Hongkong im Jahr 2019 zu 14 Monaten Haftverurteilt. Der HKCTU hat hierzu die Erklärung "Conscience cannot beimprisoned. The belief remains. The resistance continues" veröffentlicht (en.hkctu.org.hk/content/conscience-cannot-be-imprisoned-belief-remains-resistance-continues), in der deutschen Fassung (übersetzt vom Forum Arbeitswelten) :

Erklärung des Hongkonger Gewerkschaftsbunds (Hong Kong Confederation of Trade Unions /HKCTU) vom 17. April 2021 zur Verurteilung ihres Generalsekretärs Lee Cheuk Yan

Das Gewissen kann nicht eingesperrt werden, die Überzeugung bleibt, der Widerstand geht weiter

Conscience Cannot Be Imprisoned: The Belief Remains, The Resistance Continues

Heute ist der Tag, an dem das Rechtssystem wieder einmal die Augen vor sozialer Ungerechtigkeit verschlossen hat. Immer wieder wurde das System zum Werkzeug der Unterdrücker und schickte friedliche Demonstranten ins Gefängnis.

Auf der Liste der politischen Gefangenen stehen nun auch der HKCTU-Generalsekretär Lee Cheuk Yan und das Mitglied der Labour Party, Cyd Ho Sau Lan. Die beiden wurden wegen ihrer Teilnahme an einer friedlichen Demonstration zu 14 Monaten bzw. 8 Monaten Haft verurteilt. Wir sind wütend über diese Tyrannei und werden uns von keiner politischen Verfolgung einschüchtern lassen. Wir werden standhaft bleiben und weiter an der Seite unserer Mitbürger*innen in Hongkong stehen.

Bürgerrechte bei Demonstrationen wie denen am 18. August 2019 und am 31. August 2019 wurden von der Hongkonger Polizei brutal verweigert. Aus diesem Grund gingen die Hongkonger Bürger*innen zu Aktionen des zivilen Ungehorsams über. Wir zitieren Lees Worte, bevor er zu einer Haftstrafe verurteilt wurde: „Es ist uns eine Ehre, zusammen mit Millionen von Hongkonger*innen zu kämpfen.“

Es ist immer der Tyrann, der vor Gericht gestellt werden sollte und niemals das unterdrückte Volk. Die zunehmend turbulenten Zeiten rufen uns auf, aufzustehen und einzuschreiten. Wenn diejenigen, die vor uns waren, nicht mehr da sind, dann nehmen wir die Dinge in die Hand, dann setzen wir den Widerstand fort. Solange die Überzeugung bleibt, wird der Widerstand in Hongkong weitergehen. Wir mögen physisch eingesperrt sein, doch unser Gewissen bleibt frei. Die Menschen in Hongkong, ob inhaftiert oder nicht, werden solidarisch bleiben und weiter für eine demokratische Zukunft kämpfen.

The Hong Kong Confederation of Trade Unions
16th April, 2021

Im Auftrag des Forum Arbeitswelten möchten wir bitten, die Erklärung des HKCTU zu unterstützen und dies dem HKCTU möglichst bald mitzuteilen, etwa so:

We fully support your declaration 'Conscience Cannot Be Imprisoned ...

dated 16 April 2021. Please convey my solidarity to Lee Cheuk Yan in prison.

Mailadresse: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Diese Bitte richten wir ebenso an weitere wichtige Vertreter*innen deutscher Gewerkschaften in derHoffnung, den HKCTU in dieser aktuellen Notsituation durch möglichst zahlreiche Zeichen der Solidarität zu unterstützen. LabourNet Germany hat zu diesem Fall ein Dossier mitHintergrundinformationen zu den bisherigen Repressalien gegen Gewerkschafter*innen in Hongkong inkl. Vertreter*innen des HKCTU zusammengestellt, das in seiner Ausgabe vom 21. April unter Punkt 1abgerufen werden kann.

Das Forum Arbeitswelten würde es sehr begrüßen, wenn ihr euch über die Unterstützungserklärung hinaus dafür einsetzen könntet, dass über diesen Fall in der Mitgliederzeitung eurer Gewerkschaft berichtet wird. Wir würden uns über eine positive Reaktion auf unsere beiden Bitten sehr freuen.

Mit solidarischen Grüßen
Forum Arbeitswelten

www.forumarbeitswelten.de/

„Grund- und Menschenrechte gelten auch für Betriebsräte!“

Mit der Bitte um Berichterstattung.

Sehr geehrte Damen und Herren,

am Samstag 17. 10. 2020, fand im Mannheimer Gewerkschaftshaus die 7. bundesweite Tagung „Betriebsräte im Visier – Bossing, Mobbing & Co.“ statt. Aufgrund der strikten Einhaltung der geltenden Gesundheitsschutzregeln war das Platzangebot zahlenmäßig begrenzt. Es konnten dennoch achtzig Menschen aus verschiedenen Branchen und Regionen teilnehmen.

Unter Ausnutzung der „Corona-Krise“ gehen Geschäftsführungen und ihre professionellen Helfershelfer verstärkt mit „Verdachtskündigungen“ sowie der Bespitzelung und Zersetzung des beruflichen und privaten Umfeldes gegen engagierte Betriebs- und Personalräte sowie Mitarbeitervertretungen vor. In der Folge kommt es bei Betroffenen sehr oft zu schweren depressiven Erkrankungen und sogar zu Selbsttötungsversuchen. Nicht zuletzt entstehen existenzbedrohende finanzielle und familiäre Probleme. 

In der Öffentlichkeit werden diese Machenschaften bisher jedoch nach wie vor kaum wahrgenommen.

Ein Schwerpunkt der diesjährigen Tagung war die Suche nach Strategien zur erfolgreichen Verteidigung und Stärkung der gesetzlich verbrieften Rechte von demokratisch gewählten Interessenvertretungen.

Eine einstimmig verabschiedete Entschließung kritisiert, dass für „Politik, Medien und Justiz die kriminellen Machenschaften der BR-Mobber und Gewerkschaftsfeinde in der Regel kein Thema“ seien. Auch gesellschaftspolitisch seien „die Folgen von BR-Mobbing und Gewerkschaftsbekämpfung verheerend. Das ,Recht des Stärkeren‘ gilt zunehmend als ,normal‘. Es verdrängt Grundrechte und Betriebsverfassungsgesetz.“ 

Organisiert wurde die Tagung vom Komitee „Solidarität gegen BR-Mobbing!“ in Kooperation mit IG Metall Mannheim sowie AKUWILL Oberhausen, DGB Baden-Württemberg, IG BCE Weinheim, OKG – „Organisieren-Kämpfen-Gewinnen“, Überbetrieblichem Solidaritätskomitee Rhein-Neckar, ver.di Rhein-Neckar und work-watch Köln.

Am 16. Oktober 2021 soll die 8. Bundeskonferenz „BR im Visier“ in Mannheim stattfinden.

Den vollständigen Wortlaut sowohl dieser Pressemitteilung als auch der erwähnten Entschließung finden Sie bitte im Anhang. Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang Alles (für das Komitee „Solidarität gegen BR-Mobbing!“
Mannheim, den 18. Oktober 2020

pdfEntschließung_BR_im_Visier_2020-10-17.pdf   |   pdfPressemitteilung_BR_im_Visier_2020-10-17.pdf


Quelle: www.freie-radios.net

200730 Isodraht IGMZUKUNFT FÜR ISODRAHT

Wir wehren uns! Kein Stellenabbau bei Isodaht! Mitten in der Corona-Krise möchte Isodraht seine langjährigen Beschäftigten vor die Tür setzen. Die Eigentümer sind nicht bereit mit Gewerkschaft und Betriebsrat über eine Zukunftskonzept zu verhandeln. Wir sagen:

  • Zukunft für mehr als 100 Arbeitsplätze in einer Zukunftsbranche.— Keine Schließung des Standorts bzw. der Produktion.
  • Keine Entlassungen sondern Beschäftigungssicherung und Investitionen in der Corona-Krise

KUNDGEBUNG FÜR DEN ERHALT DER ARBEITSPLÄTZE BEI ISODRAHT!

WANN: Donnerstag, 30. 7. 2020, 13.15 und 14.15 Uhr

WO: Angelstraße (zwischen Bushaltestelle Friedrichstraße und Seilwolf-Center), Mannheim-Neckarau

BITTE MASKE TRAGEN UND ABSTAND HALTEN

pdf200730_Isodraht-IGM_150.pdf

Solidarität für Freudenberg BR

Keine Zustimmung des Arbeitsgerichts Mannheim zur fristlosen Kündigung des Betriebsratsvorsitzenden von Freudenberg & Co – Teilerfolg im Kampf gegen BR-Mobbing

Am 22. Juli  2020 hat das Arbeitsgericht Mannheim die von Freudenberg beantragte Zustimmung zur fristlosen Kündigung des Betriebsratsvorsitzenden von Freudenberg & Co., Wolfgang Schmid, abgelehnt.

Damit ist die Absicht des Konzerns zunächst gescheitert, den Betriebsrat zu schwächen.

Das gewerkschaftsfeindliche Verhalten der Unternehmensleitung von Freudenberg darf nicht hingenommen werden. Wir werden auch in Zukunft zur Solidarität mit gemobbten Betriebsratsmitgliedern aufrufen.

Komitee „Solidarität gegen Betriebsrats-Mobbing!“, Mannheim, 22. 7. 2020

Der Konzern Saint Gobain will das Mannheimer Glaswerk schließen.

Plakat zur Kundgebung

Am Donnerstag, 23. 7. 2020, 17:00 Uhr findet deshalb eine Kundgebung gegen die Schließung vor dem Werkstor statt: 

Saint-Gobain Glass Deutschland GmbH
Spiegelstr. 1
68305 Mannheim - Luzenberg

Um Solidarität wird gebeten.

Hier weitere Informationen:

Bitte beachtet die erforderlichen Gesundheitsschutzmaßnahmen (Schutzmasken, Abstand halten ...)!

Leitet dieses Info bitte über Eure betrieblichen, gewerkschaftlichen oder sonstigen Verteiler weiter!

In der Hoffnung auf Eure Teilnahme und mit solidarischen Grüßen

Wolfgang Alles (für das Überbetriebliche Solidaritätskomitee Rhein-Neckar)
Miriam Walkowiak (DGB Regionsgeschäftsstelle Mannheim)

 

Einladungsflyer 17. 10. 2020

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

am Samstag,  17. 10. 2020, findet ab 13:00 Uhr die 7. Konferenz „BR im Visier“ im Mannheimer Gewerkschaftshaus statt. Dazu dürfen wir Euch herzlich einladen.

Im Zentrum unserer diesjährigen Tagung steht die Suche nach Strategien zur erfolgreichen Verteidigung und Stärkung unserer verbrieften Rechte im Betrieb.

Ohne wirksame Gegenmacht kann Betriebsrats- und Gewerkschaftsbekämpfung nicht verhindert werden. Zudem wollen wir uns mit der weiteren Verbesserung der bundesweiten Zusammenarbeit gegen BR-Mobbing befassen.

Vor allem aber wollen wir betroffenen KollegInnen ein nützliches Forum zum solidarischen Erfahrungsaustausch und zur wirksamen Unterstützung anbieten.

Nähere Informationen enthält das im Anhang beigefügte Infoblatt. Bitte verbreitet es mit dem Hinweis weiter, dass eine Teilnahme aus organisatorischen Gründen nur nach schriftlicher Anmeldung möglich ist.

Nätürlich findet die Konferenz unter strikter Einhaltung der geltenden Gesundheitsschutzregeln statt. (Sollte es eine zweite Welle der COVID-19-Pandemie geben, wird die Tagung als Videokonferenz stattfinden.)

Wir freuen uns auf Euer Kommen!

Mit solidarischen Grüßen
Wolfgang Alles (für das Komitee „Solidarität gegen BR-Mobbing!“)

pdfPDF mit Programm und Anmeldebogen zum Download

20 03 31 GKMArbeitsplätze sichern, Klimaschutz stärken!

Der von der Bundesregierung beabsichtigte Ausstieg aus der Kohleverstromung bevorteilt Braunkohlekraftwerke. Dort wird aber – von der Atomenergie einmal abgesehen – die am meisten umweltzerstörende Energie erzeugt. Trotzdem soll ein modernes Kraftwärme-Kopplungs-Kraftwerk wie das GKM Jahre früher als die Braunkohlekraftwerke geschlossen werden. Das ist unsinnig und nicht hinnehmbar.

Von den Fakten ausgehen

  • Im und für das GKM arbeiten rund 1.000 Menschen (600 inklusive Azubis direkt beim GKM, 300 für die ständige Revision, 100 über Fremdfirmen)
  • Das GKM versorgt rund 2,5 Mio. StromkundInnen.
  • Das GKM liefert derzeit 15 % des gesamten Bahnstroms in Deutschland, der rund um die Uhr fließen muss.
  • Das GKM versorgt derzeit rund 120.000 Haushalte in der Region (Tendenz steigend) und fast alle öffentlichen Gebäude und Betriebe der Stadt Mannheim mit Fernwärme.
  • Das GKM ist von der Bundesnetzagentur als systemrelevantes Grundlastkraftwerk für den Südwesten eingestuft, um die unabdingbare Netzfrequenz von 50 Hertz sichern und plötzliche Stromausfälle verhindern zu können.
  • Ohne GKM müsste bei Stromknappheit auf absehbare Zeit Kohlestrom aus Polen und Atomstrom aus Frankreich importiert werden.

logo IGM solo

IG Metall Vorstand
Wilhelm-Leuschner-Straße 79 | 60329 Frankfurt am Main

Sehr geehrter Herr Minister Altmaier,
sehr geehrter Herr Minister Scheuer,
sehr geehrter Herr Minister Dr. Braun,
sehr geehrter Herr Parlamentarischer Staatssekretär Ferlemann,

mit der Ankündigung von Alstom am 17. Februar 2020, die gesamte Zugsparte von Bombardier kaufen zu wollen, ist ein neuer Anlauf für ein multinationales Unternehmen im Schienenfahrzeugsektor initiiert. Parallelen zur 2018 geplanten und 2019 kartellrechtlich gescheiterten Fusion von Siemens und Alstom liegen auf der Hand.

Einerseits kann die Ankündigung Alstoms als neuer Versuch gewertet werden, die sich im Umbruch befindende europäische Bahnindustrie wettbewerbsfähiger vor allem gegenüber den expansiven Unternehmen aus Asien aufzustellen. Andererseits könnte sich eine Übernahme stark negativ auf die Beschäftigten und Standorte von Bombardier und Alstom in Deutschland auswirken...

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BR EXTRA 20. 2. 2020Information des Betriebsrats für die Beschäftigten von Bombardier Mannheim

Es ist doch nur eine Unterschrift. So die Verlautbarung von Arbeitgeberseite, gefolgt von der klaren Botschaft: “Wir sind weiter Bombardier und haben klare Ziele!“

Bombardier sind wir noch, ohne Frage, aber wie?

Geht man heute durch den Standort, so blickt uns an vielen Stellen die nackte Not entgegen. Umstrukturierungen und Verlagerungen ziehen eine Spur des Halbfertigen quer durch viele Geschäftsbereiche. Der Weggang oder die Kündigung vieler Kolleginnen und Kollegen, die Preisgabe oder Verlagerung vieler Mandate und wichtiger Entwicklungsaufgaben. Alles begonnen, nichts richtig zu Ende gebracht. Gegen Gesetze und Verträge verstoßen, den Betriebsrat hintergangen. Auch das ist eine Handschrift von Bombardier!

Wird es diese Unterschrift unter eine Absichtserklärung jetzt richten? ...

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