GE - unser Kampf - wie weiter?

18. 11. 2017 Konferenz der IG Metall MannheimKonferenz der IG Metall Mannheim und des Überbetrieblichen Solidaritätskomitees – Zerschlagung des Mannheimer Standorts im Fokus – Diskussion über Strategien und Leitlinien künftigen Handels

Die Übernahme des Energiesektors von Alstom durch den GE-Konzern jährt sich in diesem November zum zweiten Mal. Der damit verbundene massive Arbeitsplatzabbau mitsamt der Zerschlagung des Mannheimer Standorts in Käfertal fand in diesem Jahr statt bzw. wird gerade umgesetzt. Dramatische Entwicklungen liegen hinter den Beschäftigten, den Arbeitnehmervertreterinnen und -vertretern und der IG Metall Mannheim. Der Einschnitt in die Industrie in der Rhein-Neckar-Region wie für die gewerkschaftliche wie politische Landschaft ist heftig wie historisch zugleich und in allen Auswirkungen noch nicht zu bemessen…

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Pressemitteilung Nr. 7

Siemens verliert erneut gegen kämpferische Gewerkschafts- und Betriebsratsarbeit

Der Ausgangspunkt für die Abmahnungswelle gegen den Betriebsrat Felix Weitenhagen seit 2015 war der Kampf gegen die Einführung von Samstags- und Sonntagsarbeit im Siemens Schaltwerk Berlin. Das Berliner Arbeitsgericht verurteilte Siemens am 10. November drei Abmahnungen aus der Personalakte des Betriebsrats zu entfernen. Es sieht die Vorwürfe von Siemens gegen die Betriebsratsarbeit als haltlos an, wie schon bei den zwei Abmahnungen zuvor.

Das Arbeitsgericht stellte zu den Abmahnungen klar:

  1. Betriebsräte haben Meinungsfreiheit und dürfen geplante Maßnahmen des Unternehmens sachlich kritisieren
  2. Ein Arbeitnehmer, der im Rahmen von betrieblichen Auseinandersetzungen kritisiert und angegriffen wird, darf sich wehren, ohne dass dadurch der Betriebsfrieden gestört wird.
  3. Gewerkschaftliche Warnstreiks finden innerhalb der Arbeitszeit statt. Daher ist das „Ausstempeln“ bei Streikteilnahme nicht erforderlich. Außerdem dürfen Gewerkschaftsmitglieder offensiv Kollegen dazu einladen.

Das Gericht folgte also in wesentlichen Punkten der Argumentation des Rechtsanwalts Helmut Platow in der Klageschrift. Damit wurden demokratische Rechte von Betriebsmitgliedern, auch wenn sie eine Minderheitsmeinung im Betriebsrat vertreten und das Recht auf Warnstreik von der IG Metall verteidigt. Das Urteil ist eine herbe Niederlage für die zweijährige Kampagne vom Siemens Management gegen Felix Weitenhagen, mit 6 Abmahnungen, Strafversetzung, Freistellung von der Arbeit und Hausverbot.

Pressemitteilung (mit der Bitte um Bekanntmachung und Berichterstattung):

4. bundesweite „Konferenz Betriebsräte im Visier” fordert konsequente Bekämpfung von BR- Mobbing

Sehr geehrte Damen und Herren,

am Samstag, 14. 10. 2017, fand im Mannheimer Gewerkschaftshaus die 4. bundesweite Tagung „Betriebsräte im Visier - Bossing, Mobbing & Co.” statt. Über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus verschiedenen Branchen hatten sich für diesen Kongress angemeldet.

Anwesende Betriebsratsmitglieder aus verschiedenen Betrieben und Branchen berichteten über ihre schockierenden Erfahrungen. Diese belegen die weiter gewachsene Aggressivität gegenüber gewerkschaftlich aktiven Mitgliedern von Interessenvertretungen.

Mit sogenannten Verdachtskündigungen, mit Bespitzelung und Zersetzung des beruflichen und privaten Umfeldes wird gegen engagierte Betriebsräte vorgegangen. In der Folge kommt es bei Betroffenen zu schweren depressiven Erkrankungen und sogar zu Selbstmordversuchen. Nicht zuletzt entstehen existenzbedrohende finanzielle und familiäre Probleme.

Diese skandalösen Rechtsbrüche haben Unternehmensleitungen und ihre Helferhelfer in spezialisierten Anwaltskanzleien, Beratungsfirmen und Detekteien zu verantworten.

Logo IGM MannheimGemeinsam gegen BR-Mobbing

Vierte bundesweite Konferenz im Gewerkschaftshaus Mannheim gegen Betriebsrats-Mobbing gibt Platz für Austausch von Erfahrungen und Unterstützungsmöglichkeiten - Konzeption wirksamer Gegenstrategien

Am Samstag, den 14.10.2017, fand die 4. bundesweite Konferenz gegen BR-Mobbing, Bossing und Co. im Otto-Brenner-Saal des Gewerkschaftshauses Mannheim statt.

Mit den bundesweiten Konferenzen "Betriebsräte im Visier" leisten wir seit 2014 Beiträge zur Analyse der Bekämpfung von Betriebsräten. Die gut besuchte Konferenz bot Platz für den Erfahrungsaustausch betroffener Kolleginnen und Kollegen aus verschiedenen Branchen und Betrieben.

Titelbild: Tagung in Mannheim Warum Betriebsräte sich "im Visier" sehen

Tagung in Mannheim

Warum Betriebsräte sich "im Visier" sehen

Immer aggressiver und gezielter gehen Arbeitgeber gegen Betriebsräte vor - das beklagen IG Metall und Gewerkschaftsbund auf einer Tagung in Mannheim. Die Rede ist unter anderem von speziell angeheuerten Anwaltskanzleien, die unliebsame Arbeitnehmervertreter aus den Betrieben herausmobben sollen.

Stand: 14.10.2017, 19.55 Uhr 2:00 min | SWR Fernsehen BW

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Gewerkschaft: Mobbing von Betriebsräten

Bundesweite Tagung „Betriebsräte im Visier“ am Samstag in Mannheim

Mannheim. Mit dem Thema Mobbing von Betriebsräten beschäftigt sich am Samstag, 14. Oktober, 13 bis 19 Uhr, eine Konferenz im Mannheimer Gewerkschaftshaus, Hans-Böckler-Straße 1.

„Betriebsräte im Visier – Bossing, Mobbing & Co.“ heißt die Veranstaltung. Wolfgang Alles vom Komitee „Solidarität gegen BR-Mobbing!“ sagt, dass in einigen Unternehmen nach wie vor die Wahl von Betriebs- und Personalräten entweder be- oder ganz verhindert werde. „Zunehmend werden Betriebsratsgremien bei der Umsetzung ihres gesetzlichen Auftrags blockiert“, ergänzt er. Und wenn es einen Betriebsrat im Unternehmen gibt, würden dessen Mitglieder, sowie Gewerkschaftssympathisanten teilweise gemobbt. Alles spricht von „Bespitzelung“ und „Verdachtskündigungen“. Die vierte Konferenz „Betriebsräte im Visier“ findet mit dem Schwerpunkt politische und juristische Verteidigung gegen solche Angriffe statt. Zwischen den Vorträgen gibt es Diskussionsrunden sowie die Möglichkeit des Austauschs. rxs

Infos unter www.gegen-br-mobbing.de

Presseerklärung Nr. 5 – 9. 10. 2017

Repressionen gegen Betriebsrat im Siemens Schaltwerk Berlin

Seit Jahren werden im Schaltwerk immer wieder Leiharbeiter und befristete Kollegen entlassen. Am 7.9.17 und am 26.9.17 wurde für die Festeinstellung dieser Kollegen eine Protestaktion in der Mittagspause vor der Kantine durchgeführt, gemeinsam mit Kollegen der Stammbelegschaft, Leiharbeitern und Befristeten. Auf einem Transparent stand: „Festeinstellung aller Befristeten und Leiharbeiter, wir sind eine Belegschaft!“. Die Forderungen erhielt viel Zustimmung im Werk. Als weiterer Schritt wurde eine Unterschriftensammlung mit den Forderungen „Festeinstellungen aller Befristeten, Leiharbeiter und Azubis! Ablehnung von Überstunden und Samstagsarbeit!“ gestartet, die in wenigen Tagen von über 150 Kolleginnen und Kollegen unterzeichnet wurde.

Pressemitteilung (mit der Bitte um Bekanntmachung und Berichterstattung):

Titel: FaltblattBundesweite Konferenz
„Betriebsräte im Visier –
Bossing, Mobbing & Co.”
am 14.10.2017 in Mannheim

Sehr geehrte Damen und Herren,

am kommenden Samstag, dem 14. 10. 2017, findet im Mannheimer Gewerkschaftshaus die 4. bundesweite Tagung „Betriebsräte im Visier - Bossing, Mobbing & Co.” statt.

Nach wie vor wird die Wahl von Betriebs- oder Personalräten be- oder gar verhindert. Zunehmend werden bestehende Betriebsratsgremien bei der Umsetzung ihres gesetzlichen Auftrags blockiert.

Und noch schlimmer: Nach wie vor werden aktive Betriebsräte und Gewerkschaftsmitglieder gemobbt. Sogenannte Verdachtskündigungen werden gegen die Betroffenen ausgesprochen. Es findet die Bespitzelung ihres beruflichen und privaten Umfeldes statt. Ihre berufliche und ihre finanzielle Existenz wird zerstört. Ihr familiäres Umfeld wird zersetzt. Oft erkranken die Betroffenen daraufhin und leiden an schweren Depressionen.

Es handelt sich hierbei um illegale Angriffe auf engagierte Menschen. Schwere Verletzungen ihrer Rechte aus dem Grundgesetz, dem Betriebsverfassungsgesetz und dem Arbeitsschutzgesetz werden von den Tätern in Kauf genommen.

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Bombardier Zugbauer will in den nächsten drei Jahren jeden vierten Arbeitsplatz abbauen / Keine betriebsbedingten Kündigungen

"Mannheim wird es auch treffen"

Autor: Walter Serif (was)

Hennigsdorf/Mannheim.
Jetzt ist die Katze aus dem Sack: Der Zughersteller Bombardier plant in den nächsten drei Jahren einen massiven Stellenabbau. Rund ein Viertel der 8500 Arbeitsplätze soll in Deutschland wegfallen. Betroffen davon sind 700 Leiharbeiter. Der Aufsichtsrat des Unternehmens billigte die Eckpunkte des geplanten Konzernumbaus gestern einstimmig in Hennigsdorf bei Berlin. Im Mannheimer Werk arbeiten derzeit knapp 1000 Beschäftigte. Neben der Produktion von Stromtrichtern für Straßenbahnen gibt es hier eine bedeutende Forschungs- und Entwicklungsabteilung.

Der Chef der Mannheimer IG Metall, Klaus Stein, warnte in seiner Reaktion auf die schlechten Nachrichten aus Hennigsdorf vor Panikmache. "Ich habe Anlass, nicht gleich das Schlimmste zu befürchten. Das gilt für Mannheim und die anderen sechs Produktionsstandorte in Deutschland", sagte er dieser Zeitung..

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Wirtschaft: Sorge um Arbeitsplätze

Bombardier-Beschäftigte erwarten Tag der Entscheidung

Seit einem Dreivierteljahr zittern die Mitarbeiter bei dem Zugbauer, sie fürchten eine zweite Welle des Personalabbaus. An diesem Donnerstag tagt der Aufsichtsrat - Ausgang ungewiss.

Hennigsdorf (dpa) - Beim Umbau des Schienenfahrzeug-Herstellers Bombardier Transportation in Deutschland soll der Aufsichtsrat an diesem Donnerstag Pflöcke einschlagen.

Das Management will dem Kontrollgremium in Hennigsdorf bei Berlin Eckpunkte für die Neuausrichtung vorlegen, es dürfte ein Teil der bundesweit 8500 Stellen auf dem Spiel stehen. Geschäftsführung und Arbeitnehmervertreter hatten vereinbart, Lösungen für den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen zu suchen. Die größten Standorte sind neben Hennigsdorf Görlitz und Bautzen.

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