An die Medien im Rhein-Neckar-Raum!

Sehr geehrte Damen und Herren,
im Anhang finden Sie unsere Presseerklärung zum Austausch von Betriebsräten und Politik mit der Bitte um Bekanntmachung und Berichterstattung.

Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Wolfgang Alles (Sprecher des Überbetrieblichen Solidaritätskomitees Rhein-Neckar - Tel.: 0160/4582172 - Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)
Miriam Walkowiak (DGB Regionsgeschäftsstelle Mannheim - Telefon: 0171/220 83 54 - Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)

Pressemitteilung:

Arbeitsplatzvernichtung stoppen!
Solidarität mit Belegschaft und Betriebsrat von GE!

Überbetriebliches Solidaritätskomitee Rhein-Neckar setzt Austausch mit der Politik zur bedrohlichen Situation in Betrieben der Region fort

Rund 60 Personen aus Politik, betrieblichen Interessenvertretungen, Gewerkschaften und Kirchen sind am 17. November 2016 der Einladung des Überbetrieblichen Solidaritätskomitees Rhein-Neckar in das Mannheimer Gewerkschaftshaus gefolgt.

Betriebsräte und Vertrauensleute aus verschiedenen Betrieben der Region stellten den anwesenden Politikerinnen und Politikern nachdrücklich sehr bedrohliche Entwicklungen dar. Es besteht die große Gefahr, dass in allernächster Zukunft tausende Arbeits- und Ausbildungsplätze vernichtet werden.

Neben Bundestagsabgeordneten der SPD und Vertretungen von Abgeordneten des baden-württembergischen Landtags nahm die Mannheimer Kommunalpolitik partei-übergreifend (CDU, Grüne, Linke und SPD) an dem konzentrierten Austausch teil.

Die Stellungnahmen der Interessenvertretungen von Bombardier Transportation GmbH Mannheim, General Electric Power AG Mannheim, Siemens Turbomachinery Equipment GmbH Frankenthal und Wabco Radbremsen GmbH Mannheim beeindruckten durch ihre ungeschminkte Analyse der Lage.

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Briefkopf DBG / Solikomitee

Einladung an die Presse:

Fortsetzung des Austauschs zur aktuellen Lage von Beschäftigten
in der Metropolregion Rhein-Neckar am 17. 11. 2016

Sehr geehrte Damen und Herren,

die aktuelle Zuspitzung im Kampf der Beschäftigten von General Electric (GE) gegen den geplanten Abbau von 1.066 Stellen am Mannheimer Standort macht einmal mehr deutlich: Es ist dringlicher denn je, dass Vertreterinnen und Vertreter der Beschäftigten und der Politik zu einem gemeinsamen Vorgehen finden, um möglichst viele Arbeits- und Ausbildungsplätze in unserer Region zu erhalten.

Aus diesem Grund lädt das Überbetriebliche Solidaritätskomitee Rhein-Neckar zum 2. Treffen mit den regionalen Mandatsträgerinnen und Mandatsträgern ein.

Das Treffen findet statt am

Donnerstag, den 17. November 2016 um 15 Uhr
im Gewerkschaftshaus
Hans-Böckler-Straße 1
68161 Mannheim

Eingeladen sind erneut die Europa- und Bundestagsabgeordneten aus der Metropolregion Rhein-Neckar sowie die Mannheimer Landtagsabgeordneten (mit Ausnahme des Abgeordneten der AfD), Oberbürgermeister Peter Kurz und die Vorsitzenden der im Mannheimer Gemeinderat vertretenen Fraktionen.

Es würde uns sehr freuen, zu dem Treffen auch möglichst viele Vertreterinnen und Vertreter der Medien begrüßen zu können.

Für den Erhalt von sehr vielen Arbeits- und Ausbildungsplätzen, der Kaufkraft in unserer Region und der finanziellen Ausstattung der Kommunen ist es erforderlich, eine breite Öffentlichkeit zu diesem Thema herzustellen und die Bürgerinnen und Bürger über die aktuellen Entwicklungen und deren langfristige Folgen für die gesamte Region zu informieren.

gez. Wolfgang Alles
Sprecher des Überbetrieblichen Solidaritätskomitees Rhein-Neckar

Miriam Walkowiak  
DGB Regionsgeschäftsstelle Mannheim

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Belegschaft: Zwei ehemalige Beschäftigte schildern ihren denkwürdigen letzten Arbeitstag am 1. Februar – und wie sie Monate später damit umgehen

Enttäuschung und Unverständnis bis heute

Von unserem Redaktionsmitglied Alexander Jungert

Mannheim. Den 1. Februar 2016 werden Annette V. und Eduard B. (Namen von der Redaktion geändert) wohl nie vergessen. An jenem Montag sind sie auf dem Weg zum Logistikzentrum des Möbelhändlers XXXL in Mannheim. Doch arbeiten dürfen sie nicht. Ihr Zugangscode ist ungültig. Stattdessen bekommen sie ein Papier in die Hand gedrückt, auf dem "Freistellung" steht. Der Betrieb werde nach Würzburg verlagert. 99 Jobs verschwinden in Mannheim. Irgendetwas lag in der Luft, das spürten V. und B. vorher. Aber gleich so etwas Krasses?

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Interview: Deutschland-Chef Alois Kobler über Boykott-Aufrufe der Gewerkschaft und das Geschäft am Standort Mannheim

„Ver.di soll uns in Ruhe lassen”

Von unserem Redaktionsmitglied Alexander Jungert

Mannheim. Alois Kobler, Deutschland-Chef des Möbelhauses XXXL, verteidigt die Entscheidung, im Februar das Mannheimer Zentrallager geschlossen und fast 100 Mitarbeiter freigestellt zu haben. Er würde den Entschluss wieder so fassen.

Herr Kobler, nach den Freistellungen in Mannheim gab es Kunden, die aus Protest einen großen Bogen um XXXL gemacht haben. Konnten Sie die wieder einfangen?

Alois Kobler: Ja. Interessanterweise ist es damals so gewesen, dass unsere Stammkunden, die 80 Prozent unserer Kundschaft ausmachen, ihr Verhalten nur ganz wenig verändert haben. Wir stellen das anhand unserer "Freundschaftskarten" beim Einkaufen fest. Allgemein ist die Frequenz aber schon zurückgegangen. Das kam durch die Kunden, die uns nicht gut gekannt oder nicht regelmäßig besucht haben. Die Gewerkschaft ver.di hatte übrigens diese Karten verschickt. . .

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Autozulieferer: US-Konzern Goodyear will Werk bis Ende 2017 schließen / 890 Beschäftigte könnten ihren Arbeitsplatz verlieren

Philippsburg im Schockzustand

Philippsburg/Hanau. Der Reifenhersteller Goodyear-Dunlop will bis Ende nächsten Jahres seine Produktion in Philippsburg (Kreis Karlsruhe) schließen.

Das sehen nun veröffentlichte Pläne des Unternehmens vor. Betroffen davon wären 890 Beschäftigte. Eine „finale Entscheidung” sei noch nicht getroffen, sagte eine Firmensprecherin gestern im hessischen Hanau. Nach den bisherigen Plänen solle die Schließung aber im ersten Quartal des nächsten Jahres eingeleitet und bis Ende 2017 abgeschlossen werden. Das hatten die „Badischen Neuesten Nachrichten” (BNN) zuvor berichtet.

In der Stadt und bei den Arbeitnehmern reagierte man entsetzt. Sie kündigten Widerstand gegen die Schließung an. „Ich werde um jeden Arbeitsplatz einzeln kämpfen”, sagte Philippsburgs Bürgermeister Stefan Martus (parteilos). „Es geht um Menschen – um etwa ein Zehntel der Bevölkerung von Philippsburg, lauter Einzelschicksale.” Schockiert ist der Rathauschef auch deshalb, weil die Schließung „aus heiterem Himmel” komme.

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Gibt es doch noch Hoffnung?

Goodyear Philippsburg: Die Wut der Reifenbauer

Daniel Streib Ressortleiter

Gibt es eine Rettung für das Goodyear-Werk in Philippsburg? Nach der überraschenden Ankündigung des US-Konzerns, die dortige Reifenproduktion mit 890 Beschäftigten zu schließen, herrscht am Standort eine Stimmung aus Wut und Entsetzen. Betriebsrat, Gewerkschafter und Politiker geben sich kämpferisch und wollen für den Erhalt des Werks kämpfen, Arbeitnehmer reagieren skeptisch. Ein Ortstermin. Der Himmel über Philippsburg ist grau, die Gesichter der Reifenbauer sind es auch. Es ist Tag eins nach dem überraschend angekündigten Aus für die Produktion von Goodyear-Dunlop in der ehemaligen Festungsstadt am Rhein im Landkreis Karlsruhe, die vor allem für ihr Atomkraftwerk bekannt ist. Doch der größte Arbeitgeber ist das Reifenwerk, das seit 50 Jahren zu Philippsburg gehört und das nun nicht mehr passt in die weltweite Strategie des US-Konzerns wie die deutsche Unternehmensleitung am Montag mitteilte.

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890 Mitarbeiter betroffen

Goodyear will Reifenwerk Philippsburg schließen

Daniel Streib Ressortleiter

Das Philippsburger Reifenwerk soll geschlossen werden. Nach Informationen der Badischen Neuesten Nachrichten informierte die Geschäftsführung von Goodyear-Dunlop am Standort Philippsburg die Beschäftigten am Montagnachmittag auf einer Betriebsversammlung. Betroffen sind rund 890 Mitarbeiter der Produktion. Offenbar sollen die ersten Arbeitsplätze schon Anfang des kommenden Jahres abgebaut werden.  Bis Ende 2017 soll der Standort geschlossen werden.

Das benachbarte Logistikzentrum des Goodyear-Dunlop-Reifenkonzerns ist offenbar nicht betroffen. Bürgermeister Stefan Martus sagte auf BNN-Anfrage in einer ersten Stellungnahme: „Wir sind völlig überrascht und auch schockiert, denn nichts hat auf einen solchen Schritt hingedeutet.“ Vor ein paar Monaten habe ihm der Werksleiter bei einem Betriebsrundgang noch einige Investitionen in den Standort präsentiert. Der Bürgermeister gibt sich kämpferisch: „Wir wollen um jeden einzelnen Arbeitsplatz kämpfen und der Konzernleitung in Amerika klarmachen, das das Logistikzentrum ohne Produktionsstätte nicht erfolgreich sein kann.“

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Stellenabbau:

Einigungsstelle soll Streit bei GE schlichten

Von unserem Redaktionsmitglied Matthias Kros

Mannheim. Im Streit um den Stellenabbau von General Electric (GE) in Deutschland soll eine Einigungsstelle vermitteln. Darauf verständigten sich gestern Vertreter der Geschäftsführung und des Konzernbetriebsrats vor dem Arbeitsgericht in Mannheim. Die Einigungsstelle soll am 4. November tagen und an diesem Tag entscheiden, ob den Arbeitnehmervertretern weitere Informationen über die geplanten Stellenstreichungen zustehen. Insbesondere geht es um die drohende Schließung der Turbinenfabrik am Mannheimer Standort.

GE hatte im Januar angekündigt, im Rahmen der Übernahme des Alstom-Energiegeschäfts in Deutschland 1700 Arbeitsplätze zu streichen, 1066 davon in Mannheim. Fällige Beratungen dazu im Wirtschaftsausschuss, der sich aus Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern zusammensetzt, hatte die Geschäftsführung Ende September einseitig für beendet erklärt, obwohl noch mindestens ein weiterer Termin ausstand. Dagegen war der Konzernbetriebsrat vor Gericht gezogen: "Der Arbeitgeber hat sich bei den schmerzhaftesten Punkten einfach davongestohlen", schimpfte Wolfgang Stather, Anwalt des Betriebsrates. In den Sitzungen des Wirtschaftsausschusses seien immer wieder wichtige Fragen offengeblieben, weil die Geschäftsführung nicht vorbereitet gewesen sei.

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IGM LogoIn einem Vergleich vor dem Arbeitsgericht in Mannheim wurde die Einigungsstelle bei GE Power beschlossen.

Einigungsstelle bei GE Power kommt

Einigungsstelle bei GE Power kommtDie Geschäftsführung im Mannheimer Werk des US-Konzerns General Electric (GE) hatte die Gespräche im Gesamtwirtschaftsausschuss über den bevorstehenden Stellenabbau einseitig für beendet erklärt.

Die Arbeitnehmerseite hatte darauf hin das Arbeitsgericht angerufen um über die Einsetzung einer Einigungsstelle zu entscheiden.

In einem überfüllten Sitzungszimmer des Arbeitsgerichtes Mannheim, heutigen Kammertermin, wurde unter Vorsitz des Arbeitsrichters Gruber, ein Vergleich zur Einsetzung einer Einigungsstelle beschlossen.

Die Einigungsstelle wird am 4. November 2016 darüber zu entscheiden haben, ob die Informationen der Arbeitgeber ausreichend waren oder nicht.

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